Die Kelebe — ein Gefäß mit einer Reise
Kelebe, das Wort stammt aus dem Griechischen und bezeichnet den Säulen- oder Kolonettenkrater. Ein Mischgefäss, deren Henkel wie Säulen am Gefäß angebracht sind. Aus Korinth stammend, in Athen verfeinert, von den Etruskern als eigenständige Kunstform angeeignet: die Kelebe ist ein Gefäss mit einer Reise.
Im korinthischen Stil, um 700 v. Chr., erscheint die Form zuerst: noch schwer, noch geometrisch. Athen verfeinert sie im 6. Jahrhundert v. Chr. — schlanker, klarer, würdevoller.
Korinth, Athen und der Weg nach Etrurien
Attische Keleben werden über den blühenden Seehandel des 6. Jahrhunderts v. Chr. ins etruskische Italien exportiert. Dort finden Archäologen sie in aristokratischen Gräbern — Beweis für ihre Bedeutung als Statussymbol und Zeichen kultivierter Gastlichkeit.
Berühmt ist der Eurytios-Krater, eine frühkorinthische Kelebe heute im Louvre Paris, die um 600 v. Chr. eine der frühesten bekannten Darstellungen eines griechischen Banketts zeigt: Gäste, Gastgeber, Gefässe, Gastfreundschaft.
Zeus Xenios, der Schutzgott der Gäste, wachte über diese Bankette. Die Kelebe war das Gefäss, aus dem man trank, teilte und schenkte. Gastlichkeit und Form waren untrennbar.
Volterra — wo die Kelebe zur etruskischen Kunst wurde
In Volterra und im Umland, in den etruskischen Töpferwerkstätten der Region, entstehen Keleben, die keine attischen Importe mehr sind, sondern eigenständige etruskische Werke. Maler wie der Asciano-Maler, der Hesione-Maler und die Werkstätten von Poggio Pinci schaffen Keleben, die das griechische Vorbild kennen und übersetzen, in eine eigene Bildsprache, eine eigene Feierlichkeit.
Die XENIOS Neuinterpretation
XENIOS CERAMICS übersetzt die Form der Kelebe in einen Keramikbecher aus hochwertigem Steinzeug mit einem neu erschaffenen Henkel. Die zwei säulenartigen Henkel des historischen Vorbilds wurden weggelassen, so erstrahlt die kelchartige Silhouette: ruhig, aufragend, mit klarer Schönheit und Noblesse.
Handgefertigt in Deutschland, bei hoher Temperatur gebrannt, für den Lebensmittelkontakt geeignet, dieser Becher verbindet griechische und etruskische Formenkultur mit der Selbstverständlichkeit eines Trinkgefässes, das wirklich benutzt werden darf.
Die Nutzung heute
Als Weinkelch für die festliche Tafel, als edler Keramikbecher für Wasser, Tee, Frappé, Eis, Smoothie oder ein besonderes Getränk — der Kelebe-Becher macht jeden Genussmoment zu einer besonderen Inszenierung. Seine konzentrierte, aufragende Silhouette setzt edle Akzente auf jedem gedeckten Tisch.
Für heisse und kalte Getränke gleichermassen geeignet, haushaltsüblich spülmaschinengeeignet. Ein Trinkgefäss, das historische Herkunft mit moderner Selbstverständlichkeit verbindet.
Die Bedeutung
Zeus Xenios, der Schutzgott der Gäste und der Gastfreundschaft, gab unserem Namen seinen Ursprung. Gefäße wie dieses standen seit Jahrtausenden im Mittelpunkt bedeutsamer menschlicher Momente: festlicher Mahle, philosophischer Gespräche, zeremoniellem Beisein. Wer diesen Krater in den Händen hält, hält nicht nur Keramik, sondern eine Form mit Bedeutung und Jahrtausende alter europäischer Geschichte, die durch XENIOS weiterlebt und jeden Moment aufs Neue feiert.