Die Kylix – eine der schönsten Luxus-Schalen der Antike und ihre Geschichte

Die Kylix – eine der schönsten Luxus-Schalen der Antike und ihre Geschichte
Die Kylix — Schönheit in ihrer reinsten Form

Die Kylix, vom griechischen kylix, die Schale, verwandt mit dem lateinischen calix und dem englischen chalice, ist das eleganteste Trinkgefäss der griechischen Antike. Flach, weit, auf einem feinen Fuss ruhend, mit zwei horizontal ausgreifenden Henkeln: die Kylix ist Balance, Formschönheit in ihrer reinsten Ausprägung.

Was die antike Kylix von allen anderen antiken Trinkgefäßen unterschied, war ihre Innenbemalung: Man hielt sie an einem Henkel, waagerecht, und blickte beim Trinken in das Innenbild, den Tondo, das beim Austrinken in Erscheinung trat. Dieser Moment war theatralisch geplant, das Gefäss als Bühne, das Trinken als Kunstakt. 

Das Symposion und die Kunst des Trinkens

Die Kylix war das Trinkgefäss der Wahl im Symposion, dem aristokratischen Trinkritual des antiken Griechenlands. Zeus Xenios, der Schutzgott der Gäste, wachte über diese Gemeinschaft. Im Andron, dem Männerraum des griechischen Hauses, lagen die Gäste auf Liegen, tranken aus Kyliken, diskutierten Philosophie und Dichtung. Die Kylix war das Zeichen des kultivierten Gastgebers: wer eine schöne Kylix besass, bewies Geschmack.

Das Kottabos-Spiel, bei dem man die Weinreste aus der Kylix auf ein Ziel schleuderte, machte die Kylix zum Spielgerät. Eleganz und Verspieltheit in einem Gefäss: das ist griechische Symposionkultur.


Exekias und Duris — die grössten Meister

Die grössten Vasenmalermeister Athens arbeiteten bevorzugt auf der Kylix. Exekias malte um 530 v. Chr. eine Kylix, heute in den Staatlichen Antikensammlungen München, die Dionysos zeigt, der auf einem Schiff liegt: umrankt von Weinreben, umgeben von Delphinen, die Segel aus Trauben. Duris, aktiv um 500-470 v. Chr., schuf Kyliken im rotfigurigen Stil die heute im Louvre Paris und im Kunsthistorischen Museum Wien aufbewahrt werden. Die Tondo-Bilder dieser Meister sind kleine Meisterwerke im grossen Format der Kylix.


Die XENIOS Neuinterpretation

XENIOS CERAMICS übersetzt die Formensprache der Kylix in zwei Varianten aus hochwertigem Steinzeug: eine tiefe Keramik-Servierschale mit und ohne Henkel und eine flache Servierplatte. Handgefertigt in Deutschland, bei hoher Temperatur gebrannt, für den Lebensmittelkontakt geeignet.

Die Nutzung heute

Die tiefe Kylix-Variante eignet sich zum Beispiel als Servierschale für Austern und Meeresfrüchte, Reis, Gemüse, feine Patisserie, Desserts, Früchte und Antipasti. Die offene elegante Form machen das Anrichten und Tragen auf der Festtafel zum stilvollen Moment.

Die flache Variante kann zum Beispiel als Tortenplatte und Kuchenplatte für die Kaffeetafel, als Käseplatte für dekorative Arrangements, als Servierplatte für Patisserie und Fingerfood genutzt werden. Alle Varianten für den Lebensmittelkontakt und haushaltsüblich spülmaschinengeeignet.


Die Bedeutung

Zeus Xenios, der Schutzgott der Gäste und der Gastfreundschaft, gab unserem Namen seinen Ursprung. Gefäße wie dieses standen seit Jahrtausenden im Mittelpunkt bedeutsamer menschlicher Momente: festlicher Mahle, philosophischer Gespräche, zeremoniellem Beisein. Wer diesen Krater in den Händen hält, hält nicht nur Keramik, sondern eine Form mit Bedeutung und Jahrtausende alter europäischer Geschichte, die durch XENIOS weiterlebt und jeden Moment aufs Neue feiert.

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