Die Minoer — erste Hochkultur Europas
Die Minoer, benannt nach dem mythischen König Minos, lebten auf Kreta und den Ägäischen Inseln. Zwischen 2600 und 1100 v. Chr. entfaltet sich eine Hochkultur, die erste auf europäischem Boden: Paläste, Schrift, Seehandel, Kunst von ausserordentlicher Qualität. Im Palast von Knossos, den Sir Arthur Evans ab 1900 freigelegt hat, werden tausende Keramikobjekte gefunden, darunter eine Form, die durch ihre Eleganz sofort besticht: die minoische Henkeltasse.

Knossos war das Zentrum dieser Welt: ein Palast mit Hunderten von Räumen, Fresken, Lagerhäusern, Werkstätten. Hier wurde die minoische Keramik auf ihre höchste Stufe entwickelt. Hier wurden hunderte der minoischen Henkeltassen gefunden, was auf festliche Zusammenkünfte hindeutet.
Knossos und die Bemalung im Marine-Stil
Die Marine-Stil- Bemalung der Neupalaststzeit (1700-1450 v. Chr.) ist der Höhepunkt minoischer Keramik: Tintenfische, Muscheln, Seesterne und Wellen winden sich über die Oberflächen der Gefässe. So sind auch auf der antiken minoischen Henkeltasse Wellenmuster zu sehen.
Eine Form ohne Nachahmung in der Bronzezeit
Die minoische Henkeltasse ist durch ihre Form definiert: ein stark konischer Körper, weit oben, schmal unten; ein weiter Rand; ein senkrecht aufragender Henkel. Diese Kombination ist in der Keramikgeschichte Europas singulär. Kein anderes Volk der Bronzezeit entwickelt diese spezifische Henkelführung zur selben Vollkommenheit.
Arthur Evans, der Ausgräber von Knossos, war von dieser Form so fasziniert, dass er sie in seinen Publikationen eigens hervorhob. Die Henkeltasse wurde zum Inbegriff minoischer Festkultur, und zur bekanntesten Form dieser ersten europäischen Hochzivilisation.
Die XENIOS Neuinterpretation
XENIOS CERAMICS übersetzt die minoische Henkeltasse in einen Keramiktasse ohne Henkel aus hochwertigem Steinzeug. Der stark konische Körper, der weite Rand und der kunstvoll geformte Fuss bleiben erhalten. Der Henkel, im Original senkrecht aufragend, wurde für den modernen Gebrauch weggelassen.
Handgefertigt in Deutschland, bei hoher Temperatur gebrannt, für den Lebensmittelkontakt geeignet, ein Gefäss, das 3.500 Jahre Formgeschichte in den heutigen Alltag trägt.
Die Nutzung heute
Ob Kaffee am Morgen, Tee am Nachmittag, Wein oder ein Kräuteraufguss am Abend, Wasser, Fruchtsaft oder ein erfrischendes Kaltgetränk, dieser Keramikbecher mit Henkel wurde für den tatsächlichen Gebrauch geschaffen. Der erhöhte Fuss, die konische Form verleihen ihm eine besondere Präsenz auf dem Tisch.
Für heisse und kalte Getränke gleichermassen geeignet, haushaltsüblich spülmaschinengeeignet. Ein Becher, der jeden Morgen auf dem Tisch stehen darf, und dem man bei jedem Gebrauch ansieht, dass er eine Geschichte trägt.
Die Bedeutung
Zeus Xenios, der Schutzgott der Gäste und der Gastfreundschaft, gab unserem Namen seinen Ursprung. Gefäße wie dieses standen seit Jahrtausenden im Mittelpunkt bedeutsamer menschlicher Momente: festlicher Mahle, philosophischer Gespräche, zeremoniellem Beisein. Wer diesen Kelch in den Händen hält, hält nicht nur Keramik, sondern eine Form mit Bedeutung und Jahrtausende alter europäischer Geschichte, die durch XENIOS weiterlebt und jeden Moment aufs Neue feiert.